Boulaide

Par admin le 10/04/2008 - 9:13


Bauschelt,

Landgemeinde mit vielen Plänen 

Bauschelt,

Landgemeinde mit vielen Plänen 


Die Gemeinde Bauschelt hat auf einer Fläche von 32,13 km2, 926 Einwohner, verteilt auf 373 Haushalte und besteht aus den 3 Dörfern Bauschelt, Bauschleiden und Sir.

Besuch beim Bürgermeister René Daubenfeld.

 

Welche Projekte sind in Ausführung?

In Sir werden die Arbeiten am neuen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 200m³ und einem Kostenpunkt von 4,1 Millionen sehr bald anlaufen. Laut den Untersuchungen des SIDEN ist es effektiver die Ortschaft Sir nicht an die regionale Kläranlage in Heiderscheidergrund anzuschließen sondern hier eine eigene Kläranlage zu errichten, zur Wasserversorgung und als Reserve für etwaige Feuerwehreinsätze. Im Rahmen des Projektes Kläranlage Heiderscheidergrund ist in Bauschelt und Bauschleiden ein Regenüberlaufbecken im Bau. In dem auf diese Ortschaften aufgeteilten Flebour ist eine neue Halle für die Feuerwehr und die Gemeindearbeiter mit einem voraussichtlichen Kostenpunkt von 1,3 Millionen vorgesehen.

Die Durchfahrt von Bauschleiden wird für etwa 1,2 Millionen erneuert und der geplante Umbau des Festsaals in Bauschelt wird mit etwa 800.000 Euro zu Buche schlagen. Der zusammen mit den Gemeinden Böwen und Winseler durchgeführte Ausbau der Regionalschule in Harlingen wird die Gemeinde um die 2 Millionen kosten.

 

Wie würden sie das Leben in der Gemeinde beschreiben?

Bauschelt ist eine ländliche Gemeinde die darauf bedacht ist den Wirtschaftswachstum anzuregen. Mit Blick auf die Zukunft sollen Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe angezogen werden. Die Gemeinde will Arbeit und Einkommen schaffen und will auch dazu beitragen den wachsenden Pendlerverkehr in Richtung Hauptstadt durch kürzere Wege zu erleichtern. Die Gemeinde ist froh die Initiativen und Ideen der Bürger begleitend unterstützen zu können und so die Steigerung der Lebensqualität voranzutreiben.

Die Gemeinde hofft in Zukunft die nötigen Geldmittel auftreiben zu können um Spielplätze oder ein Multifunktionsfeld erbauen zu können.

Die Gemeinde ist Mitglied im Naturpark und erhofft sich für die Zukunft auch einen finanziellen Nutzen daraus schlagen zu können. Der Naturpark kümmert sich auch im Namen der Gemeinde um den Schutz und Erhalt der Natur. Die Gemeinde hat kürzlich vom Inneminister die Auszeichnung „Drëpsi“ für ihren vorbildhaften Wasserhaushalt bekommen, sie wird mit Nova Naturstrom versorgt und versucht auch die Gebäude soweit möglich umweltfreundlich zu heizen.

 

Welche Schwierigkeiten müssen die Gemeindeveantwortlichen lösen?

 Ein gewisser Nachteil ist die Distanz zu den Hauptverkehrsachsen, auch wenn die durch die Gemeinde führende Strecke Wiltz – Bastogne sehr stark angewachsen ist. Durch die Lage nahe am Sauer-Stausee und die darausfolgende Einstufung in der Schutzzone 2 kann keine Gewerbezone in der Gemeinde entstehen. Wegen den Schutzmassnahmen die den Stausee betreffen und den für die Gemeinde verhängten Baustop sind verschiedene Projekte nicht durchführbar z.B. ist das Schaffen von Wohnsiedlungen schwer durchzusetzen und auch der Wohnungsbau ist eingeschränkt.

 

Wie soll die zukünftige Entwicklung aussehen?

Die Gemeinde soll trotz geplantem Wachstum eine Landgemeinde bleiben, eine übermäßige Bevölkerungsdichte ist nicht erwünscht. Die Gemeinde erhält regelmäßig neue Anfragen nach Bauland und Wohnsiedlungen und kann auch weiter wachsen durch den bestehenden Bebauungsplan der ausgelegt ist für eine mögliche Verdopplung der Bevölkerung in den nächsten 10 Jahren. Die Gemeindeverantwortlichen versuchen sozial verträgliche und lebenswerte Wohnungen zu ermöglichen. Sie wollen ein übermässiges Schaffen von Appartementwohnungen verhindern, weil die Leute in solchen Wohnungen öfters umziehen, sich also schlechter integrieren und auch der Verwaltungsaufwand größer ist.

 

Welche Besonderheiten gibt es in der Gemeinde?

Die Gemeinde ist stolz darauf, daß sie ins Projekt „Straße des Friedens“ aufgenommen wurde. Dieses Projekt basiert auf der Idee des im Dritten Reich ermordeten jüdischen Künstlers Otto Freundlich (1878-1943), eine Friedensstraße zwischen Paris und Moskau mit Skulpturen entstehen zu lassen. So hat, in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Oewersauer, die luxemburgische Künstlerin Marie Josée Kerschen eine Gruppe von Figuren erstellt, die bei der Kirche in Bauschleiden aufgestellt wurde.

 

Welchen Einfluß hat die Gemeinde über ihre Grenzen hinaus?

Für interregionale Projekte hat die Gemeinde viele Kompetenzen an das LEADER+ oder den Naturpark abgetreten. Die Gemeinde versucht mehr Kontakt zu den Nachbargemeinden in Belgien zu schaffen. Historisch bestehen enge Verbindungen auch familiärer Art. Früher gehörte die Gemeinde Bauschelt zum canton de Fauvilliers aber momentan besteht wenig Austausch und diese Grenze ist insbesondere für die Vereine wenig wünschenswert.

Durch Gespräche mit den Gemeinden des Kanton Wiltz soll die regionale Zusammenarbeit gefördert werden, mit Hauptaugenmerk auf die Musikschule, die interkommunalen Gewerbezonen oder die Verbesserung des Transportwesens, wie z.B. mit der neuen Buslinie Bastogne-Wiltz-Ettelbrück und ihren Anbindungen an die verschiedenen Ortschaften. Durch noch zu viele Alleingänge der einzelnen Gemeinden kommt die regionale Entwicklung jedoch weniger schnell voran als möglich.

Par admin le 10/04/2008 - 9:13